Einsatzabteilung

Die Feuerwehr Leingarten

Als im 18. und 19. Jahrhundert die Bürger erstmal geordnete Organisationen zur Brandbekämpfung gründeten - die ersten Feuerwehren - dachte sicher noch niemand daran, wie sich der Weg der Feuerwehren bis in die heutige Zeit gestalten sollte. Weder in Großgartach und Schluchtern, dem späteren Leingarten, noch im gesamten Land war damals etwas von dem zu erahnen, was heute die deutschen Feuerwehren verkörpern.

Heutzutage steht die Feuerwehr für mehr wie "nur" Brandbekämpfung. Die "Feuerwehr, die kommt und Brände löscht", gehört heute mehr denn je der Vergangenheit an. Vielmehr hat sich die Feuerwehr zu einem Helfer für alle Fälle entwickelt; für Mensch, Tiere und die Umwelt gleichermaßen.

War die Aufgabe der Feuerwehr in den Anfangstagen nur darauf beschränkt, die Ausbreitung eines Feuers zu verhindern und Hab und Gut vor der Zerstörung der Flammen zu retten, ist die Feuerwehr heut zu einem richtigen Allround-Talent geworden. Zu jeder Tages- und Nachtzeit rücken die freiwilligen Feuerwehren in der Bundesrepublik aus, um schnell gezielt und professionell Brände zu löschen, Umweltgefahren zu beseitigen und Menschen und Tiere aus allerhand Notlagen zu retten. Dabei ist die Brandbekämpfung mit runde einem Drittel tatsächlich der geringste Anteil der Feuerwehrarbeit. Die überwiegende Mehrheit sind Einsätze zur technischen Hilfeleistung. Ob bei Arbeitsunfällen, Ölspuren, austretenden Gefahrstoffen oder Verkehrsunfällen.

Diese Zahl hat sich jedoch erst mit dem technologischen und gesellschaftlichen Fortschritt ab den 1970er Jahren ergeben. Seitdem erhöhen sich die Einsatzzahlen stetig; die Einsätze werden vielseitiger und anspruchsvoller.

Aus gutem Grund ist die Feuerwehr deshalb auch kein privater Verein, sondern eine staatliche Einrichtung mit hoheitlichen Aufgaben, die von der Gemeinde ausgerüstet und finanziert wird.

Durch diese Vielfältigkeit der Anforderungen ist die Feuerwehr in der heutigen Zeit gemeinsam mit den anderen Hilfs- und Rettungsorganisationen das Rückgrat nicht nur der kommunalen Daseinsvorsorge. Sie ist zusammen mit den anderen Hilfs- und Rettungsdienst auch der Kern des gesamten Katastrophenschutzes im Land. Jede noch so kleine Feuerwehr hat ihren Platz in diesem – in der Welt einzigartigen – System zum Schutz unserer Städte und Gemeinden. Anders al in anderen Ländern wird dieser Schutz nämlich überwiegend durch freiwillige und nicht durch hauptberufliche Kräfte sichergestellt – eben durch Bürger in Uniform.

Die Feuerwehr heute ist also weit mehr als „nur eine Gruppe zur Brandbekämpfung“; sie ist ein Dienstleister für die Sicherheit der Gesellschaft in unseren Städten und Gemeinden.

In Leingarten sind dies rund 70 Männer und Frauen, die im Notfall alles stehen und liegen lassen, um anderen Menschen in unserer Gemeinde zu helfen und sich dabei nicht selten auch selbst in Gefahr bringen. Rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr – und vor allem: freiwillig.