Nach einem Einsatz

10 Regeln nach einem Einsatz

Bei einem Brand entstehen neben den reinen Sachschäden auch Stoffe, die unter Umständen schädlich für die Gesundheit sein können. Durch einen Brand wird aus ganz normalen Gegenständen eine Mischung aus Dämpfen, Gasen und Ruß freigesetzt, die nach Möglichkeit nicht eingeatmet werden sollte. Diese Freisetzung von Gasen und Dämpfen kann auch noch längere Zeit andauern, nachdem das Feuer bereits gelöscht ist. Außerdem befinden sich an einer Brandstelle im Schutt oftmals auch spitze, scharfkantige oder sonstige gefährliche Gegenstände. Deshalb bitten wir Sie, die folgenden Regeln zu beachten. Sprechen Sie im Zweifelsfall mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr!

  • Beaufsichtigen Sie alle Personen, die sich im Brandraum aufhalten. Kinder sollten nach Möglichkeit die Brandstelle nicht betreten.
  • Wenn Sie sich unwohl fühlen oder sonstige gesundheitliche Beeinträchtigungen während oder nach dem Brand spüren, suchen Sie lieber sofort einen Arzt auf! Einige Stoffe entfalten ihre Wirksamkeit erst geraume Zeit nach dem Einatmen.
  • Die Wohnung sollte erst frühestens anderthalb Stunden nach dem Brand wieder betreten werden - und auch dann nur, wenn sie gut gelüftet wurde! Sprechen Sie in jedem Falle mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr, bevor Sie die Wohnung betreten!
  • Die Aufenthaltszeit an der Brandstelle sollte so kurz wie möglich gehalten werden. Achten Sie besonders darauf, dass kein Ruß und sonstige Verunreinigungen in bis dahin noch saubere Bereiche „verschleppt" werden.
  • Nehmen Sie möglichst keine Gegenstände von der Brandstelle mit. Sollte die Polizei Ermittlungen durchführen, sprechen Sie dies vorher mit der Polizei ab. Wenn Sie Gegenstände mitnehmen, beschränken Sie sich auf das Notwendigste und reinigen Sie diese vorher gründlich!
  • Informieren Sie den Hauseigentümer / Vermieter, wenn Sie dies nicht selbst sind. Geben Sie auch Ihrer Versicherung Bescheid.
  • Eventuell wurden durch den Brand auch Versorgungsleitungen beschädigt. Achten Sie besonders auf freiliegende Kabel, Steckdosen und dergleichen.
  • Bei Gasanschlüssen stellt die Feuerwehr häufig das Gas ab. Sprechen Sie unbedingt mit einem Techniker der Gasversorger, bevor das Gas wieder aufgedreht wird. Nehmen Sie keinesfalls selbst Reparaturen an beschädigten Versorgungsleitungen vor; lassen Sie dies unbedingt von Fachpersonal vornehmen. Die wichtigsten Versorgungsleitungen kann der jeweilige Notdienst in Stand setzen.
  • Sollte das Dach beschädigt sein, kann die Feuerwehr zusammen mit Fachbetrieben eine Notverschalung vornehmen. Sprechen Sie in diesem Fall mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr.

Noch etwas zum Schluss: ein Brandfall ist für die Betroffenen ein schreckliches und oftmals schwer zu verarbeitendes Erlebnis, besonders wenn dabei Personen zu Schaden gekommen sind. Dies ist eine normale Reaktion, derer man sich nicht zu schämen braucht. Sollten Sie deshalb nach einem Brand das Bedürfnis haben, über das Erlebte zu sprechen, stehen Ihnen hierzu jederzeit eigens für diesen Zweck ausgebildete Kräfte der Rettungsdienste und der Kirchen zur Verfügung, die einfach nur zuhören, mit Ihnen reden oder "einfach nur da" sind. Nähere Informationen hierzu finden Sie unter "Flyer", "Was tun nach einem Brand".

 

Zuletzt aktualisiert am 2015-03-03 von Admin.

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